Lernen, Wissen, Können – Teil 3

Was wird dafür benötigt?

Lernen Wissen Können

unsplash by Mag Pole

In den vorherigen zwei Blogbeiträgen:

https://www.competencehouse.de/2016/10/lernen-wissen-koennen-teil-1/

https://www.competencehouse.de/2016/10/lernen-wissen-koennen-teil-2/

habe ich bereits geschildert, warum die aktuellen Personalentwicklungsmaßnahmen keine Zukunft haben. Wissen und Informationen sind nur die Grundlagen für die Kompetenzen, die benötigt werden um am Markt bestehen zu können.

Zudem sind die Versuche durch Präsenzveranstaltungen und E-Learning Wissen zu vermitteln gescheitert. Da Wissen grundsätzlich nicht vermittelt werden kann. Zwar wurde dies bereits mehrfach empirisch belegt, doch hält das Bildungssystem daran fest.

Dazu auch interessant zu lesen: „Die Bildung kannibalisiert sich selbst“ von Smyddi:

https://lebendiglernen.ch/2016/08/16/die-bildung-kannibalisiert-sich-selbst/

Die Unternehmen können nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie den Fokus auf die Kompetenzen bei der Mitarbeiterentwicklung legen. Um selbständige, eigenverantwortliche Mitarbeiter zu erhalten, die neue Herausforderungen meistern können. Vor allem in einer Zeit in der aus Informationen immer neues Wissen erzeugt und Wissen schnell veraltet ist.

Zur Entwicklung der Kompetenzen sind neben

  • Freiraum für die Mitarbeiter (Zeit sowie Raum),
  • einem Miteinander auf Augenhöhe,

auch Rahmenbedingungen nötig, die zukünftiges Lernen im Unternehmen ermöglichen.

“If you want to go somewhere,

it is best to find someone who has
already been there.” Robert Kiyosaki

Rahmenbedingungen für die Kompetenzentwicklung / zukünftiges Lernen
Was wird dafür benötigt?

Kommunikation
Austausch von ErfahrungsWissen und Informationen. Darüber reden zu können, sich auszutauschen, seinen Horizont zu erweitern. Ob in der Schule das reden, schreiben mit Kommilitonen oder bei der Arbeit der Austausch mit Mitarbeitern, Kollegen, Führungskräften. Heute arbeiten viele weit voneinander entfernt und es besteht nicht immer die Möglichkeit  für ein physisches Treffen. Kommunikationsmittel wie Foren, Wiki, Blogs, Chats und sonstige kollaborative Mittel, bieten ein ideales Werkzeug um die Kommunikation zu Gewährleisten und damit die Entwicklung zu fördern.

Reflexion
Das Festhalten von Erkenntnissen zur späteren Reflexion. Gerne auch zum Freigeben an andere. Die Donau Uni Krems bietet dazu eine Plattform an mit dem Namen Mahara (Open Source). Die eigenen Fortschritte, Erkenntnisse, Forschungen, Entdeckungen zu einem Thema oder sonstige Gedanken werden dort festgehalten und können für andere offen gelegt werden, z. B. für den Dozenten, Trainer, Lernpartner. Der Lerner selber kann später seine festgehaltenen Erkenntnisse erneut abrufen und reflektiert sein Wissen. Für Mitarbeiter in einem Unternehmen besonders wichtig. Wie stellte sich die Situation da? Welche Rahmenbedingungen lagen vor? Wie habe ich versucht diese zu lösen? Was war das Ergebnis? Wie sieht meine Erkenntnis dazu aus / was habe ich gelernt?

Lernpartner, Lerngruppe
Das gemeinsame Erarbeiten eines Themas mit einem Lernpartner um es von einem anderen Punkt zu betrachten, eine andere Meinung zu hören, sich auszutauschen. Ob mit einem Kommilitonen oder einem Kollegen.

Lernbegleiter, Trainer, Mentor, Coach
Hilft das Lernen in eine richtige Richtung zu lenken. Hilft weitere Schritte zu planen. Das eigene Lernen selbstbestimmt zu gestalten. Unterstützt bei Stillstand. Zeigt neue Wege des Lernens auf. Fördert Lernpartnerschaften, den Austausch zwischen Lernenden. Er soll Unterstützer, Helfer, Ratgeber sein, kein Lehrer wie in der Schule, der nur Informationen vorgibt und abfragt.

„Wessen wir am meisten im Leben bedürfen,

ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun,
wozu wir fähig sind.“  Ralph Waldo Emerson

Informationen und Wissen
Der Zugang zu Wissen und Informationen. Ob dazu eine Bibliothek aufgesucht wird oder das Internet Verwendung findet. Die Grundlage zur Kompetenzentwicklung bilden Wissen und Informationen. Am Arbeitsplatz kann dabei ein Wissensmanagement vom größten Mehrwert sein. Hier können Mitarbeite ihre Erfahrungen einstellen. Auch für ihre Nachfolger. Der Vorteil ist hier das es zentral an einem Platz ist, der Mitarbeiter es schnell zur Hand hat und im Idealfall auch alle Informationen eine entsprechende Qualität haben, was bei der Internetsuche nicht immer gewährleistet wird. Gerade das wichtige Erfahrungswissen wird hier allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt.

Neben dem virtuellen Netzwerken sollte auch das physische Treffen nicht fehlen. Dazu können BarCamp, World-Café, Lean Coffee & Co. genutzt werden. Sowohl extern des eigene Unternehmens (Zum Beispiel hier: http://www.barcamp-liste.de/), als auch intern zum Austausch zwischen Kollegen und Führungskräften. Sie dienen zum Austauschen von Informationen, zur Diskussion, teilen von Sichtweisen, erweitern des Horizontes.
Bei diesen „Unkonferenzen“ wird ein übergreifendes Thema vorgegeben, z. B. Arbeiten 4.0, Digitalisierung, Braucht es in der neuen Wirtschaft auch neue Fähigkeiten?, etc. Zu diesem  sehr übergreifenden Thema können, dürfen und sollen alle Teilnehmern sich dann aktiv selber einbringen. Dies führt zu interessanten, oft überraschenden Sessions (Workshops) und großer Interaktivität.
Probieren Sie es selber aus!

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